Damen Aktive - 1. Liga

Die Damen Aktiven Mannschaft hatte nebst dem bösen C-Wort einen weiteren Widersacher, der für sie ein zusätzliches Hemmnis bildete. Die Konkurrenz, von der hier die Rede ist, war kein anderer als der volksnahe TV-Sender 3+. So waren neben Nadines Zauberschlägen auch noch «die Bätschi» ein heiss diskutiertes Thema auf und vor allem neben dem Platz. Bald sprach sich herum, dass montags über «die Bätschi» und ihre 20 Bizepsbrüder sinniert und disputiert wurde. Also tummelten sich am Montagabend immer öfters Gleichgesinnte neben dem Platz und erschienen ganz zufällig immer dann, wann die Gespräche heissliefen. Auf dem Platz konnte man sich auch nicht mehr konzentrieren, trotz ausgefeiltem Trainingsplan von Angi. Nichts beigetragen zum Trainingsklima hatte Marko O., der Woche für Woche eine weitere Rose der schönen Chanelle einsackte. Hach wie gern erinnern wir uns an den Showmatch an der Eröffnung unserer neuen Tennisanlage.

Mit vielen Insiderinformationen und bescheidener Tennispraxis starteten wir aufgrund des schlechten Wetters erst am 5. September gegen Wehntal. Sicherlich der machbarste Gegner dieser Saison. Unklar ist seither, ob Angi heimlich geübt hatte, denn als Einzige konnte sie ihre Konkurrentin in einem umkämpften Dreisätzer besiegen. Nadines, Andreas und Simonas Matches waren hingegen zügig beendet, denn die Wehntaler stellten uns ein R3 und zwei R4 gegenüber. Bevor die Diskussionen über einen möglichen (freiwilligen…!!) Abstieg in die 2. Liga wieder ausgelöst wurden, meinte Optimistin Simona: «Nach vorne schauen.» Die Fahne neben Platz 1 hing allerdings schon auf Halbmast, was man damals schon als schlechtes Omen für die künftigen Matches hätte deuten können. Gottlob entschied man sich damals gegen eine Clubfahne. 

 

Den zweiten Spieltag bestritten wir ein weiteres Mal auf unserer wunderbaren Anlage auf heimischem Terrain. Wie bereits Wehntal, reiste auch Niederurnen gut aufgestellt an und machte kurzen Prozess mit uns. Während Julia und Simona auf den vorderen Positionen zusammen nur gerade 2 Games gewinnen konnten, kam Nadine zusammengerechnet auf einen Satz. Andrea hatte ebenfalls ein schwieriges Los gezogen, durfte jedoch noch 2 Games gegen ein starkes R6 schreiben. Nicht gerade optimistisch gestimmt, nahmen wir Kenntnis des letzten Spieltages unserer Gäste. Während wir gegen Niederurnen also eine 0:6 Schlappe einbrachten, verloren letztere am Vortag gegen unseren nächsten Gegner mit 0:6: Hörnli Kreuzlingen. Ein Wunder musste zum Schluss her.

 

Bei Wind und Wetter zog es uns in die Tennishalle nach Kreuzlingen, wo das Damoklesschwert bereits unübersehbar über dem Bodensee schwebte. Statt Worten lassen wir gerne das Matchblatt in diesem Bericht sprechen. Denn trotz einigen Lichtblicken, vor allem im Doppel 2, holten uns die jungen Mädels am Bodensee auf den Boden(see) der Tatsachen zurück. An dieser Stelle möchten wir aber einen grossen Dank an unseren Schläger-Bespanner T. Ferrari aussprechen, ohne dessen gute Arbeit unsere Saiten wohl kaum standgehalten hätten. Frustshoppen «ännet» der Grenze war die einzig logische Schlussfolgerung.

 

Ob wir die kommende Saison erneut in der 1. Liga bestreiten, hängt von den folgenden Fragen ab: Wann wird 3+ die neue Bachelorettesendung ausstrahlen? Und: gelingt es uns, eine regelmässige Trainingsroutine einzuhalten? Antworten folgen im nächsten Bericht.

 

Bleibt gesund!

Simona Tinner