Damen Aktive - 1. Liga (2021)
Zweite Chance in der 1. Liga

 

Der verschobene Saisonstart kam uns sehr gelegen und man war sich in der Mannschaft einig, dass es jedes Jahr so sein könnte. Covid-19 hin oder her, der Trainingsrückstand machte sich schon beim Auspacken des Rackets bemerkbar: Die Schlägerbespannung war in etwa vergleichbar mit der Körperspannung der 65+ Mannschaften. Die Griffbänder glichen Schmirgelpapier. Aber nicht etwa Stärke 100, sondern eher der Sorte, welche man für grobe Arbeiten nutzt. Eine Spielerin fand sogar ein getragenes Sockenpaar. Wer weiss, vielleicht lag dieses auch schon so lange in der Tasche, als Corona noch ein mexikanisches Bier war.

 

Nun, dank, (oder wegen) Corona verweilten wir erneut in der 1. Liga und ahnten aufgrund unserer letztjährigen Erfahrungen, was uns bevorstehen würde. Captain Nadine gab nach der Captainssitzung ein klares Statement ab: Auswärts, dann 2-mal Heim und das Abstiegsspiel werde sicherlich auswärts stattfinden. Ort und Zeitpunkt noch unklar.

 

Da der Klapperstorch wieder einmal in Eglisau überwintert haben musste, war unsere Mannschaft von Beginn weg überschaubar. 5 Spielerinnen, davon also eine hochschwanger und eine andere verletzt am kleinen Finger. Unterstützung erhielten wir von Sandra, die gleich am ersten Spieltag für Simona einspringen musste. Vielen Dank dafür. Angela und ihrer Familie wünschen wir an dieser Stelle von Herzen alles Gute! 

 

Ich könnte hier wohl noch lange über die Freuden und Leider unserer Damen Aktiven eingehen und versuchen, die Resultate der ersten Runden unter den Teppich zu kehren. Doch als ernannte Pressesprecherin will ich meinem Amt nachkommen und die Fakten der 1. und 2. Runde auf den Tisch bringen. Kurz: Das Auswärtsspiel beim TC Lenggis brachte nicht den gewünschten Exploit und meine Mitstreiterinnen reisten mit einer 0:6 Niederlage heim. Im Gepäck einen üblen Muskelkater, den Nadine, nach eigener Aussage, im 2. Game gegen einen anderen Kater eingetauscht hatte. Ich spreche übrigens nicht von einem «härzigen Büsi».

 

Eine Woche später traten Andrea, Julia, Nadine, Sandra und Simona zu Hause gegen den TC Degenau an. Während Julia ihren frustrierenden Match der letzten Woche vergessen konnte, haderten Nadine und Andrea mit verpassten Chancen und zu vielen Eigenfehlern. Simona hingegen war froh, den ersten Härtetest überstanden zu haben, auch wenn ebenfalls mehr drin gelegen wäre. Fazit: Nach vier Einzeln stand es schon wieder 0:4. Unser Captain versuchte mit einer ausgeklügelten Aufstellung im Doppel das Ruder herumzureissen. Leider stellten auch unsere Gegnerinnen nur Top-Spielerinnen auf den Platz. Das Doppel 2 von Julia und Sandra mussten wir abschreiben. Jubelschreie ertönten derweil von Platz 1. Nadine und Simona behielten die Nerven im Champions Tie-Break und sicherten unserem Team den 1 Punkt.

 

Im Training erschien am nächsten Tag jedoch niemand. Daran können wir noch arbeiten. Denn: no pain, no gain!

 

Simona Tinner

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