2. Liga Herren Aktive - Bericht vom 29. August 2020 

Der harte Kern der 1. Mannschaft, bestehend aus Lebzeiten-Captain Beni Ledermann, Tino Ferrari, Adrian Landolt und Sandro Ferrari, hat die ersten Ballversuche anno dazumal unter der dem Eisenbahnviadukt in Eglisau gestartet. Es war die Zeit als es als cool galt, wenn man die vorbeifahrenden Züge mit Tennisbällen traf oder mit den kleinen Kinderfingern die Getränkeflaschen ohne Bezahlung aus dem Automaten rausziehen konnte. Eine Zeit ohne Handy und Internet, in der man mit dem Velo anreisen musste und nicht recht wusste, ob sich bereits 279 Spieler auf der Tennisanlage tummelten oder gähnende Leere herrschte. Ja, uns Jungen, Wilden lag damals die Sportlerwelt zu Füssen und wir wollten alle mit Tennisspielen Geld verdienen, Karriere machen und im Showbiz auftreten. Aus unerklärlichen Gründen hat das nicht funktioniert aber irgendwie hat es dieser harte Kern geschafft, weitere Gleichgesinnte mitzuziehen und tritt nun seit Jahren mehr oder weniger mit der gleichen Besetzung an. Roy Bürgisser, Marcel Berger, Lars Epprecht und Philipp Staub gehören zum erweiterten illustren Kreise der 1. Mannschaft.

Einige Hobbyschlägerschwinger haben in der Vergangenheit den Schritt in die erste Mannschaft gewagt, konnten aber nicht gewünscht reüssieren und verliessen das Team früher oder später mit glasigen Augen wieder. Und somit müht sich Captain Beni Ledermann von Jahr zu Jahr ab, genügend Spieler auf das Matchblatt zu kriegen. Ferien, Wespenstiche, Nasenbluten, Geburten, Hochzeit und andere faulen Ausreden muss er sich Jahr für Jahr von seinen Tenniskollegen unter die Nase reiben lassen. Auf die Frage, ob dann frisches Blut in der 1. Mannschaft gut tun würde meinte der Captain achselzuckend. Das mit dem "never change a winning team" gilt bei uns nicht mehr, da wir eh jedes Spiel neu aufstellen müssen. Somit würden ein paar Junge, Wilde der 1. Mannschaft in der Tat guttun. Völlig unklar, was für Versprechungen also Captain Beni, Gerold Kern und Nicolás Garófalo für den Saisonstart machte aber diese zwei Namen standen neu auf der Gehaltsliste der 1. Mannschaft und waren heiss, ihr Können in der neuen Saison zu zeigen.  Eine Saison, in der das Motto galt: 6 gesunde Spieler auf dem Matchblatt und dann wieder 6 gesunde Mitspieler auf der Heimreise. 

Pressesprecher S. F. aus Z. zog es vor, den ersten Spieltag zu schwänzen und sich zwecks Saisonvorbereitung nach Tennissaloniki zu begeben. Im Nachhinein ein weiser Entscheid. Die Junggesellen-Mannschaft vom Sportcenter Blue Point machte kurzen Prozess mit unserer Truppe und schickte die Mannschaft mit 9:0 zurück in die Kiesgruben. Meine Güte! In der griechischen Sprache sprechen wir hier von einem klassischen Moussaka – ohne Ouzo wohlverstanden. Somit gibt es über den ersten Spieltag rein gar nichts mehr zu schreiben. Es gelten wieder die altbekannten, ausgelutschten Floskeln im Team wie; Ach, das wird schon wieder. Jetzt geht es nur noch aufwärts. Die Saison ist noch lange. Wir holen das Feld von hinten auf. Never change a winning team. Insider erkennen jedoch den Ernst der Lage und es ist zu befürchten, dass noch einige andere Spieler kurzfristig Ferien buchen. So weit weg wie möglich und erst zurück im Oktober. 

 

Wie geloben Besserung und bleiben dran. 

Sandro Ferrari

1. Bild: Adrian am aufschlagen

2. Bild: Tino und Beni im Doppel

3. Bild: von links nach rechts - Nicolas, Beni, Filu, Tino, Adi, Gerold